Nachhaltige Weihnachten: Unsere Tipps ohne Plunder und Plastik đź’š
Nachhaltig Weihnachten feiern: Geht das überhaupt? Alle Jahre wieder herrscht ein gewisser Druck, in dieser ach so glanzvollen Weihnachtszeit: Es muss – schon wieder – ein perfektes Geschenk für die Liebsten sein. Dazu ein Menü, wie es die Welt noch nie gegessen hat und einen Baum so schick und schön, dass er in unseren Herzen noch lange weitergrünt. Im besten Fall erfüllt ihr all diese Anforderungen natürlich möglichst nachhaltig, regional und guten Gewissens. Ganz schön viel zu tun!
Wisst ihr eigentlich, was das Weihnachtsspektakel kostet? Im Schnitt 520 Euro und jede Menge Abfall. Den produzieren wir Deutschen eh en masse: Waren es um die Jahrtausendwende noch 455 Kilo Haushaltsmüll pro Jahr und Einwohner, sind es heute gut 100 Kilo mehr (Quelle: Umweltbundesamt). Dabei fallen um die Weihnachtszeit 10 bis 20 Prozent mehr Müll an als in den elf Monaten davor! Und das für einige wenige Minuten der Ahs und Ohs ... Es geht auch anders – und trotzdem stressfrei! Wie? Hier einige Tipps:

Weihnachten = Konsumterror? Mit unseren Tipps fĂĽr nachhaltige Weihnachten muss das nicht sein!/Foto: Unsplash
1. Gut verpackt
Alternativen zum klassischen Geschenkpapier – und der wohl umweltunfreundlichsten Kunststofffolie – gibt es viele: Von alten Zeitungen und Magazinseiten über Tapetenreste, Backpapier oder Seiten aus dem alten Straßenatlas reichen die Ideen der Zero-Waste-Community. Auch Marmeladengläser oder Flaschen können, mit einem hübschen Band geschmückt oder mit Blättern oder Transparentpapier beklebt, kleine Geschenke so lang für sich behalten, bis sie unterm Baum ihren Inhalt zur gewünschten Zeit preisgeben.
Nicht nur schön, sondern auch praktisch kommt der nächste Tipp daher: Wer sein Geschenk in ein Geschirrtuch oder einen – vielleicht sogar selbstbedruckten oder bestickten – Jutebeutel verpackt, hat gleich ein doppeltes Geschenk zur Hand! Denn beides lässt sich auch nach der großen Geschenkesause gut weiternutzen. Oder wie wär’s mit Stoffresten? Als große Schleife ums Geschenk oder zum Beutel gebunden, sind sie eine kreative Alternative zu bunt bedrucktem oder alubeschichtetem Geschenkpapier und anderen Industrieprodukten. Apropos Industrie: Auch Klebefilm lässt sich schick ersetzen – Paketband aus Papier oder Schnüre sind die wesentlich umweltfreundlichere Variante.
Wenn es unbedingt doch „richtiges“ Geschenkpapier sein muss, achtet beim Kauf auf den blauen Engel, das gängige Nachhaltigkeitssiegel für Papier in Deutschland. Und macht's wie früher: Statt beim Auspacken alles zu zerreißen, das schöne Geschenkpapier falten und fürs nächste Jahr aufheben.

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Tierpatenschaften: Liebe verschenken, die weiterwirkt
Doch wer sagt, dass ein Weihnachtsgeschenk überhaupt immer etwas zum Auspacken sein muss? Mit einer Tierpatenschaft verschenkst du nicht nur Freude, sondern auch echten Schutz für Tiere und ihre Lebensräume. Statt kurzlebigem Konsum entsteht so etwas Bleibendes – Hilfe, die ankommt. Ob süßes Faultier, stolzer Jaguar, bunter Ara, lebhafter Frosch oder majestätische Meeresschildkröte – jede Patenschaft erzählt ihre eigene kleine Geschichte. So wird dein Geschenk zu Weihnachten nicht nur nachhaltig, sondern auch richtig bedeutungsvoll: für die Beschenkten und für unsere Tierwelt.

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2. Einfach ist am schönsten – natürlich dekoriert
Die Natur dekoriert sowieso am schönsten: Ob Tannenzapfen und Zweige, getrocknete Orangenscheiben oder grüne Äste – wir finden: Adventskranz und Tisch sehen damit einfach am besten aus. Nach den Feiertagen kann vieles fürs nächste Jahr aufbewahrt werden, der Rest kommt in die Bio-Tonne. Denn das große Geschäft mit der Weihnachtsdeko stellt eine erhebliche Belastung für die Umwelt dar. So wurden in den letzten Jahren im Schnitt rund 60.000 Tonnen Weihnachtsartikel nach Deutschland importiert. Mehr als 16.000 Tonnen Weihnachtsbaumschmuck, 7.000 Tonnen elektrische Beleuchtungen für Weihnachtsbäume und der Rest frische Zweige von Nadelbäumen (Quelle: Statista). Diese Zahlen ergeben sich so jedes Jahr. Im Grunde müsste das nicht sein, denn wenn wir den Umfragen von Statista glauben, verbinden wir Menschen in Deutschland mit Weihnachten durchaus einen schön geschmückten Baum, allerdings noch viel mehr: Zeit, die wir nun endlich mal für Freunde und Familie haben. Weihnachten ist uns laut einer Umfrage des CocaCola-Happiness-Instituts sogar noch viel wichtiger als der eigene Geburtstag oder gar die Fußball-WM.
3. Nachhaltig schenken
"Dieses Jahr schenken wir uns gar nichts!" – wer diesem Mantra folgt, hat natürlich auch nichts zu befürchten, was die Ökobilanz unter dem Weihnachtsbaum betrifft. In Deutschland wird an Weihnachten aber sehr gerne verschenkt (Laut der aktuellen FOM Hochschule‑Weihnachtsstudie gaben die Deutschen im Jahr 2024 im Durchschnitt ca. 533 Euro pro Kopf für Weihnachtsgeschenke aus); am liebsten verschenken wir Bücher. Der Klassiker unter den nachhaltigen Geschenken? Gemeinsame Zeit natürlich! Auf der Website Zeit-statt-Zeug.de kann man sich fabelhaft inspirieren lassen: Wandern statt Wein, Blumenpflanzen statt Blumenstrauß oder Nackenmassage statt Schal.
Als nächstes auf der Liste nachhaltiger Geschenkideen steht natürlich Selbstgemachtes: Kuchenmischungen im Glas, selbstgemachte Seife oder kreative Upcycling-Projekte. Im Internet kommen Bastel- und DIY-Freunde voll auf ihre Kosten. Besonders nachhaltig wäre auch ein Geschenk, das die Ökobilanz nicht nur nicht verschlechtert, sondern sogar verbessert: Zum Beispiel eine Baumpatenschaft von GeschenkBaum. Ein Geschenk, das mitwächst und mit dem man gleichzeitig etwas Gutes für Umwelt, Klima und die Beschenkten tut. Außerdem ein nachhaltiges Last-Minute-Geschenk: Die Pflanzurkunde Könnt ihr euch ganz einfach zuhause selbst ausdrucken oder einfach digital verschenken!

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Oder lieber doch was zum Naschen?
Schokolade geht immer – aber bitte mit gutem Gewissen! Der SchokoBaum ist die perfekte Idee für alle, die an Weihnachten etwas Besonderes verschenken wollen, ohne dabei auf Nachhaltigkeit zu verzichten. Fair gehandelte Schokolade, umweltfreundliche Verpackung und ein Design, das einfach gute Laune macht – so schmeckt Schenken doppelt gut. Ob für Kolleg:innen, Freund:innen oder die Familie: Der SchokoBaum ist ein süßes Statement für bewussten Genuss in der Weihnachtszeit.

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4. Der Weihnachtsbaum
Glitzernde, üppig geschmückte Plastikbäume scheinen der neue Trend zu sein. Sind sie die Alternative zum guten alten Weihnachtsbaum? Immerhin werden davon um die 28.000 Tonnen jährlich importiert und in Bäumen 29,5 Millionen Bäume verkauft. Das klingt nach einem Koniferen-Gemetzel! Plastik ist aber aus Erdöl und wenn sich die künstlichen Bäume auch alle Jahre wieder aufstellen lassen: Ihre Ökobilanz ist eine Katastrophe und rechnet sich erst nach 21 Jahren (Quelle: MDR). Auf jeden Fall ökologisch sind Weihnachtsbäume aus Holz und die aus dem nächsten Forstrevier. Hier fallen sie als "Nebenprodukt" an und sind nicht mit Insektiziden oder Pestiziden belastet. Einen Überblick über Weihnachtsbäume, die nicht immer Tannen sind, findet ihr bei der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald.
Besonders schlicht und nachhaltig sind "Weihnachtsbäume" aus Holz. Wenn sie aus nachhaltiger Produktion stammen, sind sie die ultimative Lösung für alle, die nicht für zwei Wochen Weihnachtszauber einen Baum aus dem Wald holen wollen. Wenn es doch ein echter Weihnachtsbaum sein muss, verrät euch der Naturschutzbund NABU hier, wo ihr einen aus ökologischer Forstwirtschaft in eurer Nähe findet für besonders nachhaltige Weihnachten.

Weihnachtsbäume aus Holz – sie sind die ökologischste Alternative zum klassischen Weihnachtsbaum, weil sie alle Jahre wieder statt eines echten Baumes weihnachtliche Stimmung verbreiten. Foto: Kokopellimercantile
Wir wĂĽnschen euch eine frohe und festliche Zeit mit Freunden und Familie, die sich ĂĽber eine gesunde Umwelt ebenso freuen, wie ĂĽber euch und euer Geschenk.
Weiter mit Links fĂĽr nachhaltige Weihnachten:
„So feiern Sie Weihnachten ohne Müll“ – Tipps zum nachhaltigen Feiern vom MDR
Umweltfreundliche Verpackungen findet ihr bei smarticular
Alles zum deutschen Weihnachtsbaum von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald.