Kakao-Anbau: Vielfalt, die sich auszahlt
Immer wieder sichten wir Faultiere, Ameisenbären und viele andere Säugetiere, Amphibien und Insekten in unseren Kakaowäldern. Uns ist wichtig, dass sie sich wohl fühlen – um der Artenvielfalt willen. Die ist aber nicht nur Selbstzweck, wie eine Studie der Universitäten Würzburg und Göttingen nun belegt hat. Vincent Schür, der bei uns für Kundenbetreuung & Nachhaltigkeitsmanagement zuständig ist und gleichzeitig Biologie studiert, hat sich die Forschungsergebnisse genauer angesehen.

Selten kommen Faultiere auf den Boden, wie dieses hier in unserem Kakaowald.
Vögel und Fledermäuse haben die Kakaoerträge mehr als verdoppelt im Vergleich zu Flächen mit Flugnetzen, die den Tieren den Zugang verwehren.
Ameisen haben selbst einen leicht negativen Effekt auf die Erntemengen, jedoch gab es eine interessante Verbindung zwischen Waldnähe und Ameisen. Waren Ameisen vorhanden und gleichzeitig ein Wald unmittelbar am Feld, sind die Erntemengen drastisch gestiegen – hochgerechnet um mehr als das Sechsfache. Währenddessen haben waldnahe Felder ohne Ameisen im Vergleich zu Feldern, die weiter von Wäldern entfernt sind, keinen Unterschied im Bezug auf die Erntemenge aufgewiesen.
Eichhörnchen haben zwar die Ernten ernstzunehmend verringert, da sie Früchte essen, jedoch hat die generelle Erhöhung der Biodiversität in ähnlichen Tierspezies diese Verluste ausgeglichen und die Ernten im Vergleich mit sterilen Flächen immer noch erhöht.
Wachsen Kakaobäume im Schatten von anderen Bäumen, erhöht dies die Insektenaktivität und damit die Bestäubung, wobei die optimale Menge an Beschattung bei ca. 35 bis 40 Prozent lag. Bei höherer Beschattungsrate nahmen die Ernten wieder ab und haben Parasiten gefördert.

Faultiere sind gern gesehene Gäste in unseren Bio-Kakaowäldern.
für euch, die Umwelt und die Menschen in Peru und Panama – garantiert ohne Kinderarbeit.
