Amphibienvielfalt Frösche: kleine Sprungkünstler mit großer Wirkung 🐸💚

Amphibienvielfalt Frösche: kleine Sprungkünstler mit großer Wirkung 🐸💚

Frösche sind wahre Meister der Verwandlung – vom Kaulquappenleben im Wasser bis zum Sprung auf die Landkarte der beliebtesten Tierarten. Sie faszinieren nicht nur Biolog:innen, sondern auch Tierfreunde auf der ganzen Welt. Und wer einmal genauer hinschaut, entdeckt: Jeder Frosch ist ein kleines Kunstwerk der Natur. Sie sind außerdem wichtige Indikatoren für eine gesunde Umwelt. Wo Frösche leben, ist das Ökosystem im Gleichgewicht – und das macht sie so wertvoll für unseren Planeten.

Der Harlekinfrosch – das bunte Wunder des Regenwaldes/Botschafter der Biodiversität in Panama

Der Harlekinfrosch (Atelopus varius) ist ein echtes Highlight unter den Amphibien. Seine leuchtenden Farben in Gelb, Orange, Grün oder Blau machen ihn zu einem der auffälligsten Frösche der Welt. Doch die kräftigen Farbtöne haben eine klare Botschaft: „Ich bin giftig!“ – ein natürlicher Schutz vor Fressfeinden.

Leider zählt der Harlekinfrosch zu den bedrohten Arten. Durch den Verlust seines Lebensraums, Klimaveränderungen und den Chytridpilz sind viele Populationen stark zurückgegangen. Organisationen wie Panama Wildlife Conservation (PWCC) setzen sich daher mit Forschung und Schutzmaßnahmen dafür ein, dass diese einzigartige Art überlebt – und damit ein wichtiger Teil der tropischen Biodiversität erhalten bleibt.

Panama gilt als Hotspot der Artenvielfalt: In seinen Regenwäldern leben über 200 Froscharten, unzählige Insekten, Vögel, Pflanzen und Säugetiere. Jeder Quadratmeter Regenwald trägt dazu bei, das empfindliche Gleichgewicht dieses Ökosystems zu sichern. Wenn ihr also den Schutz des Harlekinfrosches unterstützt, bewahrt ihr gleichzeitig ein Stück der globalen Artenvielfalt.

Hier geht es zum FroschWald-Projekt >>

🐸 Froschtastische Fakten

  • Frösche können durch ihre Haut atmen – perfekt für das Leben zwischen Wasser und Land.
  • Manche Arten frieren im Winter komplett ein und tauen im Frühling einfach wieder auf.
  • Der lauteste Frosch der Welt, der Kubanische Laubfrosch, erreicht über 100 Dezibel – das ist so laut wie eine Kreissäge! Einige Arten in Panama rufen im Chor – ihre Stimmen hallen über Kilometer durch den Regenwald. Das als Paarungsruf genutzte Quaken ist aufgrund der kräftigen Schallblasen der Frösche bis zu 500 Meter weit zu hören.
  • Der in Zentralafrika lebende Goliathfrosch (Conraua goliath) ist mit einem Gewicht von drei Kilogramm der größte Froschlurch der Welt. Er kann auch am weitesten springen: fast fünf Meter mit nur einem Sprung!
  • Gerade mal 7,7 Millimeter misst der Paedophryne amauensis aus Neuguinea – und damit ist er auch gleichzeitig das kleinste Wirbeltier der Welt.
  • Vom Aussterben bedroht: Drei Arten unserer heimischen Froschlurch-Arten gelten als „gefährdet“, weitere fünf Arten, darunter Gelbbauch- und Rotbauchunken sind sogar „stark gefährdet“. Insgesamt gelten 33 Prozent aller Froscharten als gefährdet, vor allem aufgrund der Zerstörung ihrer natürlichen Lebensräume und durch die Infektion mit dem tödlichen Chytridpilz.
  • In Deutschland sind 14 verschiedene Arten von Froschlurchen heimisch, zu denen Frösche, Kröten und Unken zählen: Laubfrosch, Grasfrosch, Springfrosch, Moorfrosch, Seefrösche, Kleiner Wasserfrosch, Teichfrosch, Gelbbauchunke, Rotbauchunke, Erdkröte, Knoblauchkröte, Kreuzkröte, Wechselkröte und die Geburtshelferkröte. Unsere heimischen Erdkröten können bis zu 36 Jahre alt werden!
  • Der Wallace-Flugfrosch (Rhacophorus nigropalmatus) kann mit Hilfe der Flughäute zwischen seinen Zehen bis zu 20 Meter weit segeln. 
  • Frösche verfügen über einen 360-Grad-Blick – sie können jedoch nur Dinge sehen, die sich bewegen.
  • Klein, aber extrem giftig: Das Gift eines Schrecklichen Pfeilgiftfroschs (Phyllobates terribilis) kann 22.000 Mäuse töten. Batrachotoxin wird von einigen indigenen Stämmen Kolumbiens als Pfeilgift für die Blasrohr-Jagd genutzt.
  • Platz da, jetzt quake ich: Amphibien wie Frösche, Unken und Kröten bevölkern seit 250 Millionen Jahren die Erde. Sie haben also schon die Dinosaurier kommen und gehen sehen.
  • Es wird geschätzt, dass im Jahr eine Milliarde Frösche im Kochtopf landen!

Frösche sind mehr als nur bunte Regenwaldbewohner – sie stehen für die Vielfalt und Schönheit unseres Planeten. Indem du dich für nachhaltige Geschenkideen und Projekte wie den Schutz des Harlekinfrosches engagierst, hilfst du, die unglaubliche Biodiversität Panamas zu bewahren. 🌿🐸

Froschvielfalt in unseren Wäldern 

Costa-Rica-Laubfrosch in Panama
Ein Costa-Rica-Laubfrosch, gesichtet auf unserer Finca Quebrada Limon, Panama.

Rotrücken-Baumsteiger in Panama
Rotrücken-Baumsteiger, gefunden auf unserer Finca Quebrada Pitti, Panama.

 

Goldbaumsteiger in Panama
Ein Goldbaumsteiger (Pfeilgiftfrosch), gefunden in unseren Wäldern in Bocas del Toro, Panama.

Kröte, Finca Buenos Aires, Panama
Eine Kröte, die wir auf unserer Finca Buenos Aires in Panama entdeckt haben.

Erdbeerfrosch, Bocas del Toro, Panama
Ein Erdbeerfröschchen in unseren Wäldern in Bocas del Toro, Panama.

Südamerikanischer Ochsenfrosch in PanamaEin Südamerikanischer Ochsenfrosch in unseren Wäldern in Las Lajas, Panama.

Wir stellen vor: einige Frösche, die euch in unseren Wäldern begegnen könnten

Makifrosch

Makifrösche sind eine Gruppe von baumbewohnenden, gut kletternden Fröschen, die in den Wäldern Südamerikas verbreitet sind. Sie sind nachtaktiv und bewegen sich langsam schreitend durch das Geäst. Den Tag verbringen sie schlafend an Blätter oder Äste gehaftet. Wegen der intensiven Sonneneinstrahlung in den Trockenwäldern und Baumkronenregionen der Regenwälder haben sie einen bemerkenswerten Trick entwickelt:
Sie bilden ein Hautsekret, das sie wie Sonnencreme gegen Austrocknung und schädliche UV-Strahlung schützt. Wenn sie sich am frühen Morgen in ihre Schlafposition begeben, cremen sie sich damit regelrecht ein, wobei sie das Sekret mit ihren Füßen bzw. Händen auf dem ganzen Körper verteilen. Ihr Hautsekret hat auch eine halluzinogene Wirkung auf Menschen und wird von den Ureinwohnern der Region bei Ritualen als bewusstseinserweiternde Substanz genutzt.

Makifrosch
Der Makifrosch. Foto: Majestic Filmverleih

Erdbeerfrosch

Klingt lecker, aber besser nicht verschlucken! Das Erdbeerfröschchen ist ein nur etwa zwei Zentimeter großer Pfeilgiftfrosch aus Zentralamerika. Die auffällige Färbung warnt vor seinem wirksamen Hautgift. So kann das Fröschlein unbesorgt auch am helllichten Tag über den Boden des Regenwaldes hüpfen. Bei der bekanntesten Farbform ist der Körper knallig rot gefärbt, Hinterbeine und Hinterleib sind metallisch blau. Es gibt aber eine kaum überschaubare Vielfalt gänzlich anderer Farbvarianten, die oft nur wenige Meter weit auseinanderleben. Der Grund für diese überwältigende Vielfalt an Färbungen ist unbekannt. Aber das Erdbeerfröschchen gilt genau deshalb als das Wirbeltier mit den meisten Farbvarianten.

Erdbeerfrosch
Ein Erdbeerfröschchen unterwegs in den ForestFinance-Wäldern in Bocas del Toro, Panama.

Panama-Stummelfußkröte

Der „goldene Frosch“ von Panama gehört zu den seltensten Tieren der Welt. Die drei bis vier Zentimeter großen, leuchtend goldgelb gefärbten Kröten mit schwarzen Flecken weisen mit ihrer Färbung auf ihr wirksames Hautgift hin. Leider hat es sie nicht vor einer Pilzerkrankung geschützt, die vom Menschen in den vergangenen fünfzig Jahren über den ganzen Planeten verschleppt wurde und zahlreiche Amphibienarten ganz oder fast ausgerottet hat. Heute leben Panama-Stummelfußkröten fast nur noch in menschlicher Obhut in Terrarien. Sie werden von Zoos und Schutzstationen gezielt gezüchtet, um die Art für die Zukunft zu retten.

Panama-Stummelfußkröte
Die Panama-Stummelfußkröte. Foto: Majestic Filmverleih

Ihr möchtet gemeinsam mit uns Regenwald und Amphibien in Panama schützen?

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